Glossar

  • Abbruchstatik: Wird je nach Erfordernis zur Sicherheitsplanung der Baustellenabwicklung erstellt, um die Standsicherheit des Restgebäudes während des Abbruchs zu gewährleisten.
  • Abbruchzange (auch Abbruchschere, Betonzange, Betonschere): An einem Bagger betriebenes Abbruchwerkzeug mit dem Stahlbetonbauteile ohne den Einsatz von Sprengmitteln zerstört werden können.
  • Abrissbirne (auch Stahlmasse, Abbruchbirne, Eisensack, Prallkugel, Abrisskugel, Trümmerbirne): Besteht aus einem birnen- oder kugelförmigen Stück Stahl mit einer Masse von 500 kg bis 8000 kg. Sie ist ein Relikt der Vergangenheit und wird beim modernen Rückbau nicht mehr eingesetzt.
  • Bauschutt: Der mineralische Anteil aller Bauabfälle wie Ziegel, Beton, Fliesen, Mauersteine oder Putzreste. Dieser wird containerweise in Brecheranlagen zerkleinert und anschließend weiterverarbeitet.
  • Baustellenabfall (auch Mischabfall): Eine Mischung aus verschiedenen Abfallarten, die erst manuell getrennt werden muss. Dazu zählen zum Beispiel Türen, Holz, Folien, Kehricht, Textilien, Stoffreste, Kunststoffe, Kabel, Tapetenreste, Fenster, sanitäre Einrichtungen, metallische Gegenstände, Heizkörper, Träger, Dachlatten, Dachbalken, Laminat, Gummi, Glas, Gipsplatten und Bodenaushub.
  • Betonfräse (auch Hydraulische Anbaufräse): Rotierendes Abbruchwerkzeug zur Material abtragenden Bearbeitung von Fahrbahndecken.
  • Bodensanierung: Reinigung kontaminierter Böden durch Abtragen und Deponieren.
  • Brecheranlage (auch Brechanlage): Maschine zur Zerkleinerung von stückigem Aufgabematerial zu kleineren Korngrößen im groben bis mittleren Größenbereich. Wird überwiegend zur Herstellung gebrochener Mineralstoffe aus Steinen verwendet.
  • Entkernung (auch Innenabbruch): Teilabriss eines bestehenden Gebäudes, häufig nur unter Erhaltung der Fassade.
  • Erdbau: Alle Baumaßnahmen, bei denen Boden in seiner Lage, in seiner Form und in seiner Lagerungsbeschaffenheit verändert wird.
  • Generalunternehmerleistungen: Im Verbund mit den Schwesterfirmen innerhalb der Wagner-Unternehmensgruppe kann die WIWA Wilko Wagner GmbH die Steuerung und Ausführung auch komplexer Projekte übernehmen.
  • Hydraulikbagger: Die Ausleger und Anbaugeräte unserer Bagger werden größtenteils mit Hydraulik bewegt. Darüber hinaus gibt es auch Seilbagger, Schaufelradbagger, Schürf- bzw. Löffelbagger, Saugbagger u.v.m.
  • Hydraulikhammer (auch Abbruchhammer): Bagger-Anbaugerät zur Zerstörung von Bauteilen wie Stein und Beton, ähnlich einem Drucklufthammer.
  • Kampmittelsondierung, Kampfmittelbergung: Abhängig vom Bundesland finden bei Neubau, Sanierung, Abriss oder Nutzungsänderung einer Fläche Untersuchungen zur Kampfmittelbelastung statt. Gefundene Kampfmittel müssen abhängig von ihrer Beschaffenheit geborgen, entschärft oder durch eine gezielte Sprengung unschädlich gemacht werden.
  • Longfrontbagger: Besondere Art von Baggern, die zum Abbruch höherer Gebäude bis zu einer Höhe von 60m eingesetzt wird.
  • Minibagger (auch Kleinbagger): Haben ein Einsatzgewicht von etwa 1t bis 6t. Sie eignen sich gut für spezielle Aufgaben innerhalb von Gebäuden.
  • Radbagger (auch Mobilbagger): Fahren auf Rädern. Alternativ können Raupenbagger eingesetzt werden, die auf Ketten fahren.
  • Radlader: Mit einer Schaufel ausgestattete Baumaschine zum Laden und Transportieren von Gütern sowie für Erdbewegungsarbeiten.
  • Recycling, Verwertung: Aus Bauschutt- und Betonabfällen werden in vielen Fällen sogenannte „Recyclingbaustoffe“ hergestellt. Diese können im Straßen- und Wegebau, zum Unterbau und zum Hinterfüllen genutzt werden.
  • Schadstoffe (auch): Alle potenziell gesundheits- oder umweltschädlichen Stoffe. Diese müssen beim Abriss oder Umbau gesondert entsorgt werden. Besonders häufig kommen Asbest, künstliche Mineralfasern, PCB (polychlorierte Biphenyle), PCP (Pentachlorphenol) und PAK (Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe) vor.
  • Schadstofferkennung: In gezielten Gebäudebegehungen werden Proben von verdächtigen Materialien entnommen und im Labor untersucht. Durch Raumluftmessungen kann die Einhaltung von Richtwerten überprüft werden.
  • Schadstoffkataster: Im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung wird geprüft, ob spezielle Schutzmaßnahmen beim Abbruch oder eine gesonderte Entsorgung bestimmter Stoffe erforderlich sind.
  • Schadstoffsanierung: Unter Schadstoffsanierung versteht man die Sanierung von mit Schadstoffen belasteten Räumen oder Gebäuden.
  • Sortiergreifer: Ein speziell auf die Anforderungen im Abbrucheinsatz entwickelter Zweischalengreifer, der zum Abbrechen, Verladen und Sortieren eingesetzt wird.
  • Umwelttechnik (auch Umweltschutztechnik): Technische und technologische Verfahren zum Schutz der Umwelt sowie zur Wiederherstellung bereits geschädigter Ökosysteme.
  • Verbau: Bauliche Maßnahmen und Einrichtungen zur Abstützung und Sicherung von Graben-, Gruben-, Schacht- und Tunnelwänden.
  • Wasserhaltung: Alle Grubenbaue, Räume und technischen Einrichtungen im Bergbau, die dazu dienen, das Grubengebäude von Grubenwasser frei zu halten.

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